Mittwoch, 16. Juni 2010

2010-06-16

..und so stelle ich fest, dass was wirklich zählt ist, was keine maschine produzieren, keine menschenhand bauen kann.
..was nicht konserviert werden kann, einzig den moment hat.
..was einzigartig ist, wie jeder, dem es widerfährt.



Ich erinnere mich nicht an das, was ich tue, jeden Morgen, nachdem ich die Decke von meinen Beinen schwang. Nicht mehr, wenn ich es zum kommenden jungen Tag wiederhole.
Und meist erinnere ich mich auch nicht an das, was ich jeden Nachmittag sehe, vom Bus bis nach Hause. Nicht mehr, wenn ich neues sehe, einen Erdentag später.
Und wenn nur das Große bleibt (...) wozu dann all das zum vergessen verurteilte? Wozu Monotonie, wenn sie irgendwann nie gewesen sein wird?

..weil du es aufhebst.
..und so bewahre ich das deine auf. Was sonst doch vergessen drohte

(...)

Mittwoch, 26. Mai 2010

moonlight sonata











stand gerade

auf dem balkon

den blick zum wald

dachte an die welt

und dich

beethoven und der wind an meiner seite

kühle die füße hinauf steigend

fragte nach unendlichkeit

bekam einhundert kilometer zur antwort

bis gleich

zumindest

und morgen

erreichbar

heute allein

wundersame stille

die keine ist

singende grillen

bringen den sommer

uns zurück in die nacht

unter die sterne und unter den mond

käferflügel sollten mir wachsen

überwinden alle weiten

oder so weit wie

bis zum tode

fehlst mir

heut abend

wünschte dich hier.